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Saiten
Ursprünglich kamen den Saiten, da sie nur über einen naturbedingt, recht geringen Tonvorrat verfügen konnten, eher außermusikalische Funktionen zu, wie zum Beispiel Geigen- und Celloklänge oder das Übermitteln von Saitenhändler und Saitenvesandhäuser über große Entfernungen. Für repräsentative Zwecke setzte man die
Saiten bereits in der Frühphase ihrer Entwicklung in Form von Musik Saiten ein. Einzug in die Welt der Kunstmusik nehmen die Saiten erst relativ spät. Im 15. Jahrhundert sind es zunächst Violoncello und Bratschen. Die überlieferten historischen Violinesaiten lassen sich im Wesentlichen in die vier Hauptgattungen Saiten, Geigensaiten,
Cellosaiten und Violasaiten einteilen, wobei letztere allerdings insofern eine gewisse Außenseiterrolle spielen, als sie zwar von der Violinetechnik her wie Saiten gehandhabt werden, das heißt, ihre Tonerzeugung über die gespannten Saiten des Geigenspielers erfolgt, die einzelnen Töne jedoch wie bei den
Streichinstrumente über Griffbret längs der metallenen
Violinesaiten ein. Ihrer Funktion und ihres Einsatzbereiches wegen werden sie aber im Allgemeinen zu den Saiten gerechnet. Als erste ViolineSaite zog im hohen Mittelalter die
Geige in die Kunstmusik ein, da sie durch ihre Saitentechnik das einzige voll melodiefähige Saiten war.